Charakterisierung schreiben – Aufbau und Tipps

Charakterisierung schreiben: Aufbau, Formulierungen und Beispiel für die Schule

Einleitung

Eine Charakterisierung gehört zu den wichtigsten Aufgaben im Deutschunterricht. Dabei beschreibst du eine literarische Figur nicht nur äußerlich, sondern untersuchst auch ihr Verhalten, ihre Eigenschaften, ihre Beziehungen zu anderen Figuren und ihre Entwicklung im Verlauf des Werkes.

Wichtig ist: Eine Charakterisierung ist mehr als eine einfache Personenbeschreibung. Du sollst nicht nur schreiben, wie eine Figur aussieht, sondern erklären, wie sie denkt, fühlt, handelt und welche Bedeutung sie für das Werk hat. Eine gute Charakterisierung zeigt also, wie eine Figur aufgebaut ist und warum sie für die Handlung wichtig ist.

Besonders häufig braucht man Charakterisierungen bei Dramen, Romanen und Novellen. Beispiele sind Andri aus Andorra, Luise Miller aus Kabale und Liebe, Nathan aus Nathan der Weise, Romeo und Julia aus Shakespeares Tragödie oder Sali und Vrenchen aus Romeo und Julia auf dem Dorfe.

Beispiel aus einer Lektüre: Wenn du sehen möchtest, wie Figuren in einer vollständigen Werk-Analyse erklärt werden, findest du hier eine passende Lektürehilfe: Andorra – Inhaltsangabe, Figuren und Interpretation

Was ist eine Charakterisierung?

Eine Charakterisierung ist eine genaue Beschreibung und Deutung einer Figur. Du untersuchst, welche Eigenschaften eine Figur hat, wie sie sich verhält, wie sie spricht, welche Ziele sie verfolgt und wie sie auf andere wirkt.

Dabei geht es nicht nur um einzelne Merkmale. Du sollst die Figur als Ganzes verstehen. Eine gute Charakterisierung beantwortet zum Beispiel diese Fragen:

  • Wer ist die Figur?
  • Welche Rolle spielt sie im Werk?
  • Wie sieht sie aus?
  • Wie verhält sie sich?
  • Welche Eigenschaften erkennt man?
  • Welche Beziehungen hat sie zu anderen Figuren?
  • Welche Ziele, Wünsche oder Ängste hat sie?
  • Verändert sie sich im Verlauf der Handlung?
  • Welche Bedeutung hat sie für die Aussage des Werkes?

Eine Charakterisierung muss immer am Text orientiert sein. Das bedeutet: Du darfst nicht einfach Eigenschaften behaupten, sondern solltest sie aus dem Verhalten, den Aussagen oder der Wirkung der Figur ableiten.

Unterschied zwischen Personenbeschreibung und Charakterisierung

Viele Schüler verwechseln Personenbeschreibung und Charakterisierung. Der Unterschied ist aber wichtig.

Eine Personenbeschreibung beschreibt vor allem äußere Merkmale: Aussehen, Kleidung, Alter, Körperhaltung oder besondere Kennzeichen.

Eine Charakterisierung geht tiefer. Sie beschreibt auch innere Eigenschaften: Verhalten, Denken, Gefühle, Werte, Beziehungen, Konflikte und Entwicklung.

  • Personenbeschreibung: Wie sieht die Figur aus?
  • Charakterisierung: Wie ist die Figur, wie handelt sie und warum ist sie wichtig?

Im Deutschunterricht wird meistens eine Charakterisierung verlangt. Deshalb solltest du äußere Merkmale nur dann ausführlich erwähnen, wenn sie für das Verständnis der Figur wichtig sind.

Aufbau einer Charakterisierung

Eine Charakterisierung besteht normalerweise aus drei Teilen: Einleitung, Hauptteil und Schluss.

1. Einleitung

In der Einleitung nennst du die wichtigsten Grundinformationen. Dazu gehören der Titel des Werkes, der Autor, die Textsorte und die Figur, die du charakterisierst.

Außerdem kannst du kurz sagen, welche Rolle die Figur im Werk spielt.

Beispiel für eine Einleitung:

In Friedrich Schillers Drama Kabale und Liebe spielt Luise Miller eine zentrale Rolle. Sie ist die Tochter eines bürgerlichen Stadtmusikanten und liebt den adeligen Ferdinand von Walter. Ihre Figur steht im Mittelpunkt des Konflikts zwischen Liebe, Standesunterschieden und höfischer Intrige.

2. Hauptteil

Der Hauptteil ist der wichtigste Teil der Charakterisierung. Hier beschreibst und deutest du die Figur genauer. Du gehst Schritt für Schritt vor.

Eine gute Reihenfolge ist:

  • äußere Merkmale, soweit wichtig
  • soziale Stellung und Herkunft
  • Verhalten und Handlungen
  • Sprache und Auftreten
  • Eigenschaften und innere Haltung
  • Beziehungen zu anderen Figuren
  • Entwicklung im Verlauf des Werkes
  • Bedeutung für die Handlung und Aussage

Du musst nicht bei jeder Figur jeden Punkt gleich ausführlich behandeln. Bei manchen Figuren ist die Entwicklung besonders wichtig, bei anderen eher ihre Funktion im Konflikt.

3. Schluss

Im Schluss fasst du die wichtigsten Ergebnisse kurz zusammen. Du kannst erklären, warum die Figur für das Werk besonders wichtig ist und welche Aussage durch sie deutlich wird.

Beispiel für einen Schluss:

Luise Miller ist eine tragische Figur, weil sie ehrlich liebt und moralisch handelt, aber trotzdem Opfer einer Intrige wird. Durch sie zeigt Schiller, wie eine ungerechte Gesellschaft und höfischer Machtmissbrauch selbst unschuldige Menschen zerstören können.

Tipp: Wenn du die Figur nicht allein, sondern im Verhältnis zu anderen Figuren erklären willst, hilft dir auch diese Anleitung: Figurenkonstellation schreiben

Direkte und indirekte Charakterisierung

In literarischen Texten werden Figuren auf zwei Arten charakterisiert: direkt und indirekt.

Direkte Charakterisierung

Bei der direkten Charakterisierung wird eine Eigenschaft ausdrücklich genannt. Das kann durch den Erzähler, durch eine andere Figur oder durch die Figur selbst geschehen.

Beispiel: Eine Figur wird direkt als mutig, schön, stolz oder schwach beschrieben.

Wenn der Text eine Eigenschaft direkt nennt, kannst du sie in deiner Charakterisierung verwenden. Trotzdem solltest du prüfen, ob die Figur wirklich so handelt oder ob die Aussage vielleicht ein Vorurteil einer anderen Figur ist.

Indirekte Charakterisierung

Bei der indirekten Charakterisierung wird eine Eigenschaft nicht direkt genannt. Du musst sie aus dem Verhalten, der Sprache, den Entscheidungen oder den Beziehungen der Figur ableiten.

Beispiel: Wenn eine Figur trotz Gefahr einem anderen Menschen hilft, kannst du daraus schließen, dass sie mutig oder hilfsbereit ist.

Die indirekte Charakterisierung ist oft wichtiger, weil sie zeigt, dass du den Text wirklich verstanden hast.

Wichtige Punkte für den Hauptteil

Äußere Merkmale

Äußere Merkmale sind Alter, Aussehen, Kleidung oder körperliche Besonderheiten. Sie sind aber nur dann wichtig, wenn sie für die Figur eine Bedeutung haben.

Bei vielen literarischen Figuren sind innere Eigenschaften wichtiger als das Aussehen. Du solltest also nicht zu lange bei äußeren Merkmalen bleiben.

Soziale Stellung und Herkunft

Die soziale Stellung ist oft sehr wichtig. Sie erklärt, welchen Platz eine Figur in der Gesellschaft hat.

Beispiele:

  • Luise Miller ist bürgerlich, Ferdinand ist adelig.
  • Andri gilt in Andorra als Außenseiter.
  • Nathan ist ein jüdischer Kaufmann in Jerusalem.
  • Sali und Vrenchen stammen aus Bauernfamilien, die sozial absteigen.

Gerade bei Werken aus der Schule hängen Konflikte oft mit Herkunft, Stand, Religion oder sozialem Status zusammen.

Beispiel für soziale Stellung: In Kabale und Liebe ist der Standesunterschied zwischen Luise und Ferdinand entscheidend für die Tragödie: Kabale und Liebe – Inhaltsangabe und Analyse

Verhalten und Handlungen

Das Verhalten einer Figur zeigt oft mehr als ihre Worte. Achte darauf, was die Figur tut, wie sie auf Konflikte reagiert und welche Entscheidungen sie trifft.

Eine Figur kann zum Beispiel mutig wirken, wenn sie gegen eine ungerechte Ordnung aufsteht. Sie kann aber auch impulsiv oder gefährlich sein, wenn sie ohne Nachdenken handelt.

Wichtig ist, dass du Eigenschaften immer mit Handlungen verbindest.

Schwach: Ferdinand ist emotional.

Besser: Ferdinand ist emotional und impulsiv, weil er nach dem erzwungenen Brief sofort an Luises Untreue glaubt und aus Eifersucht eine tödliche Entscheidung trifft.

Sprache und Auftreten

Auch die Sprache einer Figur kann viel über sie zeigen. Spricht sie ruhig oder heftig? Verwendet sie viele Ausrufe? Klingt sie höflich, aggressiv, unsicher oder überlegen?

Bei Dramen ist das besonders wichtig, weil Figuren dort vor allem durch Dialoge sichtbar werden.

  • Ferdinand spricht leidenschaftlich und heftig.
  • Franz Moor spricht berechnend und kalt.
  • Nathan spricht ruhig, klug und vermittelnd.
  • Der Tempelherr spricht anfangs stolz und vorurteilsbeladen.

Beziehungen zu anderen Figuren

Eine Figur versteht man oft erst richtig, wenn man ihre Beziehungen betrachtet. Frage dich:

  • Wen liebt die Figur?
  • Mit wem steht sie im Konflikt?
  • Wer beeinflusst sie?
  • Wen lehnt sie ab?
  • Wer spiegelt oder kontrastiert sie?

Zum Beispiel versteht man Karl Moor besser, wenn man ihn mit Franz Moor vergleicht. Karl steht für Gefühl und Freiheitsdrang, Franz für kalten Verstand und Machtgier.

Beispiel für Gegenfiguren: In Die Räuber lassen sich Karl und Franz Moor sehr gut als Gegensätze charakterisieren: Die Räuber – Inhaltsangabe und Analyse

Entwicklung der Figur

Manche Figuren verändern sich im Verlauf eines Werkes stark. Diese Entwicklung solltest du unbedingt erklären.

Beispiele:

  • Julia wird von einer gehorsamen Tochter zu einer entschlossenen jungen Frau.
  • Der Tempelherr überwindet nach und nach seine Vorurteile.
  • Andri übernimmt tragischerweise das Bild, das andere von ihm machen.
  • Karl Moor wird vom idealistischen Freiheitskämpfer zum schuldigen Räuberhauptmann.

Eine Entwicklung macht eine Charakterisierung oft besonders stark, weil sie zeigt, dass du den Verlauf des Werkes verstanden hast.

Formulierungen für eine Charakterisierung

Diese Formulierungen kannst du in deiner eigenen Charakterisierung verwenden:

  • Die Figur steht im Mittelpunkt des Werkes.
  • Sie gehört zur gesellschaftlichen Gruppe der …
  • Zu Beginn wirkt die Figur …
  • Im Verlauf der Handlung verändert sie sich, weil …
  • Ihr Verhalten zeigt, dass …
  • Aus ihrer Sprache wird deutlich, dass …
  • Im Umgang mit anderen Figuren erkennt man …
  • Die Beziehung zu … ist besonders wichtig, weil …
  • Die Figur verkörpert das Thema …
  • Am Ende wird deutlich, dass …
Tipp für bessere Formulierungen: Wenn du mehr Satzanfänge für Inhaltsangabe, Analyse und Interpretation brauchst, hilft dir dieser Beitrag: Wie analysiert man literarische Texte?

Beispiel: Kurze Charakterisierung von Julia Capulet

Julia Capulet ist eine der Hauptfiguren in William Shakespeares Tragödie Romeo und Julia. Sie ist die Tochter der Familie Capulet und gehört damit zu einer der beiden verfeindeten Familien in Verona.

Zu Beginn wirkt Julia jung, gehorsam und noch stark von ihren Eltern abhängig. Sie hat über Liebe und Ehe kaum selbst entschieden. Als sie Romeo kennenlernt, verändert sie sich jedoch deutlich. Ihre Liebe zu Romeo macht sie mutiger und selbstständiger.

Besonders in der Balkonszene zeigt Julia, dass sie nicht nur schwärmerisch liebt, sondern ernsthaft über ihre Situation nachdenkt. Sie weiß, dass der Name Montague eine Gefahr darstellt, erkennt aber zugleich, dass Romeo als Mensch wichtiger ist als sein Familienname.

Im Verlauf des Stückes widersetzt sich Julia immer stärker den Erwartungen ihrer Eltern. Sie heiratet Romeo heimlich und weigert sich später innerlich, Paris zu heiraten. Dadurch entwickelt sie sich von einer gehorsamen Tochter zu einer entschlossenen jungen Frau.

Julias Tragik besteht darin, dass ihre Selbstständigkeit in einer Welt entsteht, die ihr kaum Freiheit lässt. Ihre Liebe zu Romeo ist ehrlich, doch die Familienfehde und der Druck der Erwachsenen führen in die Katastrophe. Julia verkörpert damit den Konflikt zwischen persönlicher Liebe und gesellschaftlicher Ordnung.

Mehr zum Werk: Die vollständige Analyse mit Figuren und Interpretation findest du hier: Romeo und Julia – Inhaltsangabe und Analyse

Beispiel: Kurze Charakterisierung von Andri

Andri ist die Hauptfigur in Max Frischs Drama Andorra. Er wächst in Andorra auf und glaubt, ein jüdisches Pflegekind zu sein. In Wirklichkeit ist er der Sohn des Lehrers, doch diese Wahrheit wird ihm lange verschwiegen.

Andri ist sensibel, ernst und auf Anerkennung angewiesen. Er möchte dazugehören und ein normales Leben führen. Die Gesellschaft begegnet ihm jedoch nicht als eigenständigem Menschen, sondern durch Vorurteile. Die Andorraner sehen in ihm vor allem das Bild, das sie sich von einem Juden gemacht haben.

Im Verlauf des Dramas übernimmt Andri dieses fremde Bild immer stärker. Er sieht sich zunehmend mit den Augen der anderen. Genau darin liegt seine Tragik: Nicht seine wirkliche Herkunft zerstört ihn, sondern die Zuschreibungen der Gesellschaft.

Andri ist deshalb eine wichtige Figur, um das Bildnis-Motiv zu verstehen. Max Frisch zeigt an ihm, wie gefährlich es ist, wenn Menschen auf feste Bilder reduziert werden. Andri wird nicht als offener Mensch gesehen, sondern in eine Rolle gedrängt, aus der er nicht mehr herausfindet.

Mehr zum Werk: Eine vollständige Erklärung zu Andri, Bildnis-Motiv und Schuld findest du hier: Andorra – Inhaltsangabe und Analyse

Typische Fehler bei einer Charakterisierung

1. Nur den Inhalt nacherzählen

Eine Charakterisierung ist keine reine Inhaltsangabe. Du darfst wichtige Handlungen nennen, musst aber immer erklären, was sie über die Figur zeigen.

Nicht ideal: Romeo tötet Tybalt.

Besser: Dass Romeo Tybalt tötet, zeigt seine impulsive und leidenschaftliche Seite. Aus Schmerz über Mercutios Tod verliert er die Kontrolle.

2. Eigenschaften ohne Begründung nennen

Du solltest nicht einfach schreiben: „Die Figur ist mutig.“ Besser ist es, kurz zu erklären, woran man das erkennt.

3. Keine Entwicklung zeigen

Viele Figuren verändern sich. Wenn du nur beschreibst, wie eine Figur am Anfang ist, fehlt ein wichtiger Teil.

4. Zu viel über das Aussehen schreiben

Äußere Merkmale sind nur ein Teil. Wichtiger sind Verhalten, Sprache, Beziehungen und innere Eigenschaften.

5. Eigene Meinung zu früh einbauen

Eine Charakterisierung sollte sachlich bleiben. Deine persönliche Meinung gehört höchstens kurz in den Schluss, wenn sie zur Aufgabe passt.

Checkliste für deine Charakterisierung

  • Habe ich Titel, Autor, Textsorte und Figur genannt?
  • Habe ich die soziale Stellung der Figur erklärt?
  • Habe ich wichtige Eigenschaften genannt?
  • Habe ich diese Eigenschaften mit Verhalten oder Textstellen begründet?
  • Habe ich Beziehungen zu anderen Figuren erklärt?
  • Habe ich die Entwicklung der Figur beschrieben?
  • Habe ich die Bedeutung der Figur für das Werk erklärt?
  • Habe ich sachlich und im Präsens geschrieben?
  • Habe ich nicht nur die Handlung nacherzählt?

Welche Zeitform verwendet man?

Eine Charakterisierung schreibt man normalerweise im Präsens.

Richtig: Luise Miller ist eine bürgerliche junge Frau, die Ferdinand liebt.

Nicht ideal: Luise Miller war eine bürgerliche junge Frau, die Ferdinand liebte.

Auch wenn das Werk in der Vergangenheit spielt, beschreibst du literarische Figuren im Präsens.

Wie lang sollte eine Charakterisierung sein?

Die Länge hängt von der Aufgabe ab. In der Schule reicht oft eine Seite bis anderthalb Seiten. Bei einer ausführlichen Analyse kann eine Charakterisierung auch länger sein.

Wichtig ist nicht die Länge allein, sondern die Genauigkeit. Eine kurze, klare Charakterisierung ist besser als ein langer Text, der nur die Handlung wiederholt.

Mini-Aufbau zum Auswendiglernen

  1. Einleitung: Werk, Autor, Figur, Rolle
  2. Herkunft und soziale Stellung
  3. Äußere Merkmale, falls wichtig
  4. Verhalten und Eigenschaften
  5. Sprache und Auftreten
  6. Beziehungen zu anderen Figuren
  7. Entwicklung im Werk
  8. Bedeutung der Figur
  9. Kurzes Fazit
Weitere Beispiele: Du kannst dir die Figurenabschnitte in diesen vollständigen Lektürehilfen ansehen: Nathan der Weise, Die schwarze Spinne und Romeo und Julia auf dem Dorfe.

FAQ – Häufige Fragen zur Charakterisierung

1. Was ist eine Charakterisierung?

Eine Charakterisierung beschreibt und deutet eine literarische Figur. Sie erklärt Aussehen, Verhalten, Eigenschaften, Beziehungen und Entwicklung der Figur.

2. Was gehört in die Einleitung einer Charakterisierung?

In die Einleitung gehören Titel, Autor, Textsorte und die Figur, die charakterisiert wird. Außerdem kannst du kurz ihre Rolle im Werk nennen.

3. Was gehört in den Hauptteil?

Im Hauptteil beschreibst du Herkunft, soziale Stellung, Verhalten, Sprache, Eigenschaften, Beziehungen und Entwicklung der Figur.

4. Was gehört in den Schluss?

Im Schluss fasst du die wichtigsten Eigenschaften zusammen und erklärst kurz, welche Bedeutung die Figur für das Werk hat.

5. Welche Zeitform benutzt man?

Eine Charakterisierung schreibt man normalerweise im Präsens.

6. Was ist der Unterschied zwischen direkter und indirekter Charakterisierung?

Bei der direkten Charakterisierung werden Eigenschaften ausdrücklich genannt. Bei der indirekten Charakterisierung leitest du Eigenschaften aus Verhalten, Sprache oder Handlungen ab.

7. Muss man Textstellen verwenden?

Ja, wenn möglich solltest du deine Aussagen am Text belegen. Du musst nicht immer lange zitieren, aber deine Eigenschaften sollten aus dem Text ableitbar sein.

8. Darf man eigene Meinung schreiben?

Eine Charakterisierung sollte überwiegend sachlich sein. Eine kurze wertende Zusammenfassung im Schluss ist nur dann sinnvoll, wenn sie zur Aufgabe passt.

9. Was ist der häufigste Fehler?

Der häufigste Fehler ist, nur die Handlung nachzuerzählen, ohne zu erklären, was das Verhalten über die Figur zeigt.

10. Wie erkennt man die Eigenschaften einer Figur?

Du achtest auf Handlungen, Sprache, Gedanken, Beziehungen, Reaktionen anderer Figuren und Veränderungen im Verlauf der Handlung.

Weiterlesen: Weitere wichtige Werke für Schule und Deutschunterricht findest du in dieser Übersicht: Alle Zusammenfassungen und Lektürehilfen

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